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Montag, 20. Oktober 2014

Plastik!

Während wir hier weiter in La Linea liegen fällt uns mehr und mehr auf wie dreckig es hier eigentlich ist.
So ziemlich in jeder Ecke des Hafenbeckens schwimmt Müll und Plastik.



Man fragt sich schon ein bisschen das selbst hier, wo der Yacht Hafen quasi den Müll vom Steg raus fischen könnte, nichts gemacht wird...
Kein Wunder also das zwischen dem ganzen Müll auch unzählige tote Tiere schwimmen.


Samstag, 18. Oktober 2014

Trip auf die Kanaren…..Teil 1

Wie geplant sind wir am 5 Oktober in Almerimar gestartet. Schiff bestens ausgerüstet, Lebensmittel, Getränke und Bier J gebunkert das es eigentlich bis über den Atlantik reichen müsste. Doch soweit ist es ja auf dieser ersten Etappe noch gar nicht. Santa Cruz de Tenerife liegt als Ziel an und in Gibraltar ist ein kleiner Zwischenstopp eingeplant zwecks zollfreien Diesel Tanken und unsere Rettungsinsel warten lassen.
Nach 28 Std, leider gegenan kreuzen und mal wieder viel Motoren, sind wir auch schon da. 




Der Felsen empfängt uns mit einem Ankerfeld der anderen Dimension. Hart am Wind segeln wir da quer durch. Die Einfahrt in den engen Hafen „Marina Bay“ ist auch nicht weniger spektakulär. Mit 15kn Wind schiebt es unsere Reliant in die enge Gase. Hoffentlich haben wir die Anweisungen des Marineros richtig verstanden, denn an ein Umdrehen ist hier kaum mehr zu denken und die Boote die hier liegen werden immer kleiner...da sollen wir rein?? Tiefe kaum eine Handbreit mehr als unser Tiefgang ist, na dann! Aber es klappt bestens. Auf Anhieb drehen wir unsere Lady mit dem Hintern in die Box und ruck zuck sind wir festgemacht, dank weisser voraus Online Einklarierung beim Zoll ebenso schnell auch im Hafenbüro fertig.
5 Tage soll unser Aufenthalt hier dauern. Am nächsten Morgen geben wir unsere Rettungsinsel beim Service ab, in 3 Tagen sollte die wieder bei uns an Bord sein. Also los und den Felsen erkunden. Die Mainstreet runter, Spirituosenläden und Parfümtempel lösen einander ab. Uns zieht es dann aber doch recht rasch in eine Pup auf ein erstes Pint...und ein paar mehr. 



Am nächsten Tag buchen wir eine Taxitur auf den Felsen mit Besichtigung der „Herkules Säulen“, der „St. Michael's Cave“, der obligatorischen Affen und des Militärischen Tunelsystems das den halben Felsen zu durchlöchern scheint. Spektakulär ist die Aussicht auf die Strasse von Gibraltar und auf das gegenüberliegende Afrika. Doch damit ist Gibraltar auch schon besichtigt und wir sehnen uns nach dem Auslaufen in den Atlantik.








Pünktlich kommt unsere Rettungsinsle wieder aufs Schiff und damit könnten wir eigentlich am nächsten Tag wie geplant starten. Aber leider bläst es recht kräftig aus West und laut Vorhersage bleibt das auch so die nächsten 5 bis 6 Tage. Damit mussten wir zwar rechnen, haben aber dennoch gehofft das wir ein bisschen bessere Bedingungen haben, zumal die vorhergehend Woche uns mit einem optimalen Windsystem bis auf die Kanaren geblasen hätte. Tja, den Wind können wir nicht ändern, den Hafen schon. Also laufen wir aus und verhohlen uns in die angrenzende  „Marina Alcaidesa“ auf der spanischen Seite. Hier ist der Liegeplatz ein wenig günstiger und der Landgang nicht auf eine „Mainstreet“ beschränkt. In 5 bis 6 Tagen soll der Westwind endlich soweit nachlassen das wir es durch die Meerenge mit seiner Ost setzenden Strömung schaffen müssten. So weit der Plan.
Der unerwartet verlängerte Aufenthalt fällt mit einem spanischen Feiertag zusammen und so komme ich in den Genuss eines Kurzbesuches meiner Freundin, die spontan die 300km von Granada hierher gefahren kommt und einen Tag bei uns am Bord bleibt. So hat doch alles auch wieder was Gutes!
Mit Schatzis Auto fahren wir Tag‘s drauf nach Tarifa und kommen endlich mal aus dem Schatten des Felsens von Gibrlatar raus und in den Genuss von Surfer Ambiente in Tarifas Altstadt, wenn auch im Regen.





Der Crew tut es gut, ständig auf dem Schiff im Hafen sitzen ist ja nicht das was wir uns vorgestellt hatten. Unser Star Autor Eddy nützt zwar die Zeit für die Überarbeitung seines nächsten Thrillers, Marc und ich lesen und beschäftigen uns mit kleineren Ausbesserungsarbeiten auf dem Schiff aber so langsam wird es wirklich Zeit das wir los kommen!
Am 15ten packen wir's endlich. Der Wind ist zwar immer noch nicht optimal, soll aber in den nächsten 5 Tagen auch nicht besser werden. Mit Motorunterstützung sollten wir schon durch die Meerenge kommen. Nach Tanger wird dann alles besser....dachten wir.
So kreuzen wir möglichst hoch am Wind gegenan und kommen Anfangs auch recht flot vorran. Doch nach einigen Stunden macht uns die kombination aus Westwind und Ostströmung immer mehr zu schaffen und so schalten wir den Motor dazu. 


Nach einer weiteren Weile sagt uns das GPS das wir uns pracktisch nicht von der Stelle rühren! Na so was. Eigentlich sind wir zeitlich in der Phase der ablaufenden Tide und damit sollte die Ostströmung zum grössten Teil kompensiert sein. Das müsste unser Motor also schon schaffen da ein paar Knötchen gegenan rauszuholen, zumal die Segel auch noch mittragen wenn auch mit immer weniger Wind. Ein Blick in den Maschienenraum lässt übles ahnen. Die Bilge ist mit Hydrauliköl geflutet, der Motor dreht aber die Schraube leider nicht. Der Schaden ist rasch gefunden. Ein Hydraulikschlauch zum Ölkühler ist geplatzt. Während Marc und Eddy uns von der nun doch verdammt nahen Küste freisegeln mache ich mich an den Austausch des Schlauches, Öleinfüllen, Probelauf und weiter gehts. Aber irgendwie haben wir immer noch keine richtige Power auf der Schraube. Nach mehreren Tests steht fest: das Getriebe hat anscheinenend durch den Ölmangel Schaden genommen. Was ein Frust! Uns bleibt doch tatsächlich nichts anders übrig als wieder in den Hafen zurück zu segeln. Am Abend liegen wir also wieder am gleichen Liegeplatz und sind alle drei entsprechend frustriert.





Am nächsten Morgen baue ich das Getriebe aus und mittels eines Mietwagens fahren wir das Ding zum Getriebe-Guru in der 200km entfernten Marina „Caleta Velez“. Der kann das auch richten, sagt er, braucht aber Teile und die bekommt er leider vor Montag nicht mehr. Damit sitzen wir also mindestens bis Mittwoch darauf immer noch hier in der Marina fest. Während dessen hat sich hier der best möglichste Wind eingestellt und ein Segler nach dem anderen läuft mit Ziel Kanaren aus unserer Marina aus. Mal sehen was wir dann für ein Wetter nächste Woche bekommen.
Einzigstes Trostpflaster sind die üppigen Bier und Rumvorräte an Bord und die immer wieder aufgesagte Weissheit das es ja doch besser sei den Getriebeschaden jetzt und hier zu haben als mitten auf dem Atlantik, Karibik oder sonst wo. Stimmt natürlich, noch besser wäre es aber gewesen den Schaden noch in Almerimar, unserem Basishafen, gerade mal 120 Meilen von hier weg, gehabt zu haben. Naja....wir Männer nehmen es wie es kommt und hoffen das uns das Bier nicht aus geht ;-)

Teil 2 folgt!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Weltumsegelung... Es geht los!

Sooo.. über 2 Jahre sind mittlerweile vergangen seit dem wir die Idee zu einer Weltumsegelung hatten.
In der Zeit hat sich viel getan:
wir haben ein Schiff gekauft, nach spanien überführt und anschließend über 9 Monate lang restauriert.  Wir haben jede Menge Törns im Mittelmeer unternommen haben viele neue Leute kennengelernt.

Mit unsere Abschiedsfeier im August haben wir uns von Freunden und Bekannten in Südspanien verabschiedet.

Heute haben wir nun unseren Heimat Hafen Almerímar verlassen. Ca. 4 Jahre wird es dauern bis wir dort wieder vor der Kneipe "essencia rock" festmachen.

Unsere erste Etappe führt uns nach Gibraltar wo wir morgen mittag ankommen sollten und dann bis zum 10.10 bleiben, um anschließend nach Teneriffa zu segeln.

Die Cross Sailing Crew mit ihren neuen Deussl Glücksbringern :)

Donnerstag, 25. September 2014

Pressemitteilung zur ersten Etappe

Titel:
Vater und Sohn, 4 Jahre Weltumsegelung
Untertitel:
Erste Etappe: von Südspanien auf die Kleinen Antillen



Text:
Nach 2 ½  Jahren Planung, über 2000 Arbeitsstunden und knapp 5000 Meilen Probe Segeln mit der frisch restaurierten Segelyacht RELIANT, beginnt für Andreas Guggemos und Marc Kimpel, Vater und Sohn, die erste Etappe zur insgesamt 4 Jahre dauernden Weltumsegelung. Das ganze Projekt und die Crew stellen sich ausführlich auf ihrer Webseite vor: http://www.crosssailing.com/de/die_crew

Mittdabei auf den langen Strecken, Atlantik und Ozean Überquerungen ist der langjährige Freund der beiden, Eduard Freundlinger. Der Hauptberufliche Krimiautor unterstützt die beiden mit seinen Kochkünsten und Seetauglichkeit auch bei schwerstem Wetter. Gleichzeitig könnte ihm die Reise als Inspiration zu einem weiterem Thriller verhelfen.

Ziel der Reise ist unter anderem die Fotodokumentation der faszinierenden Naturschauschpiele wie sie es nur auf den Meeren und Ozeanen geben kann. Im krassen Gegensatz dazu sollen Fotos entstehen die von der immer stärker werdenden Meeresverschmutzung zeugen. Dieser Gegensatz von Naturschönheit und Naturzerstörung soll möglichst viele Menschen erreichen und für diese Problematik sensibilisieren.
Das Projekt wird von zahlreichen Sponsoren begleitet und Teil finanziert: http://www.crosssailing.com/de/sponsoren

Der offizielle Startschuss erfolgte am 15/08/2014 in Almuñecar in Südspanien gelegen. Familien, Freunde und Bekannte feierten zusammen mit den Abenteurern auf der RELIANT Abschied. Das nächtliche Feuerwerk das anlässlich eines spanischen Nationalfeiertag jeden 15ten August am Strand von Almuñecar stattfindet gab die passende Atmosphäre für diesen lang ersehnten Augenblick.
Nun geht es weiter zum nächsten Stopp, geplant am 06/10/2014 in Gibraltar. Hier werden die beiden auf optimale Wetterbedingungen für den Atlantiktrip auf die Kanarischen Inseln abwarten. In den Herbst und Wintermonaten kann genau diese Strecke entlang der Afrikanischen Nordwestküste mit Tiefdruckgebieten überraschen die Starkwind und Sturm mitbringen. Die Strecke von knapp 800 Meilen bis nach Teneriffa sollte bei entsprechenden Windbedingungen in 6 bis 7 Tagen zu meistern sein. Der geplante Zielhafen ist Santa Cruz de Tenerife. Einmal dort angekommen gilt es die Segelyacht auf die Atlantiküberquerung vorzubereiten. Der Topzustand aller Technischen, Segel und Sicherheitsrelevanten Ausrüstungen und nicht zuletzt ein ausgefeilter Speiseplan sind unerlässlich für die Bewältigung der 2800 Meilen langen Strecke. Zirka 22 Tage soll die Überquerung dauern, so lange müssen die Lebensmittel und Wasservorräte mindestens reichen. Der Start zu diesem Törn ist für Anfang November geplant. Damit ist sichergestellt das die in der Karibik bis November dauernde Hurrikanesaison bei Ankunft der Segelyacht bereits beendet ist. 
Anfang Dezember sollte dann das „Land in Sicht“ erklingen und bei der vorrausliegende Insel dürfte es sich um St Lucia in den Kleinen Antillen handeln.
Die nächsten Monate werden Vater und Sohn in diesem Teil der Karibik kreuzen bis die erste Etappe im März zu Ende geht. Die Segelyacht wird dann in einem Hurrikan sicheren Hafen festmachen und die beiden, beladen mit Fotomaterial und unvergesslichen Eindrücken nach Europa zurück fliegen.
Pünktlich zum Ende der nächsten Hurrikansaison, ende 2015 geht es weiter zur 2ten Etappe: durch den Südpazifik!
Für Segel und Natur begeisterte, Abenteurer und Fotografen gibt es die Möglichkeit bestimmte Strecken mitzusegeln. Alle Infos dazu kann man hier erfahren: http://www.crosssailing.com/de/angebote

Kurzbescheibung:

Vater und Sohn segeln um die Welt. Ein 4 Jahres Projekt mit Ziel möglichst viel Fotomaterial von den Ozeanen zu machen um sowohl die Schönheit dieser als auch die zunehmende Umweltverschmutzung zu dokumentieren.

Montag, 22. September 2014

Wie könnt Ihr uns in der Karibik besuchen?

Da mich schon viele gefragt haben, wie sie denn am besten und günstigsten zu uns in die Karibik kommen und wo genau sie hin fliegen müssen hier eine kurze Zusammenfassung inkl. Beispiel Flug.

Grundsätzlich ist es so das wir unsere Törns jeweils von der Inseln St. Vincent aus starten und auch beenden. Nur der "Karnevals Törn" im Februar startet auf St. Vincent und endet dann auf Trinidad.

Da leider kein direkter Flug von Deutschland bzw. Europa auf die relativ kleine Karibikinsel St. Vincent geht, muss auf einer der größeren umgestiegen werden und von dort dann mit einem sogenannten "Inselhüpfer" nach St. Vincent geflogen werden.



Beispiel Flug mit Condor

Start: München
Ziel: Barbados

Condor fliegt von München über Frankfurt nach Barbados.
Je nach Buchungszeit kann der Hinflug aber auch noch über die Insel St. Lucia gehen.
St. Lucia direkt anzufliegen und von dort aus den Inselhüpfer nach St. Vincent zu machen ist nur sinnvoll wenn es deutlich günstiger ist, denn der Rückflug bei Condor geht meist sowieso über Barbados und somit müsste man halt dann beim Rückflug in Barbados umsteigen. Es bleibt sich also gleich. Zudem fliegt Condor zurück meistens über Manchester statt Frankfurt, aber auch das ist ja eigentlich egal wenn man von bzw. nach München fliegt.

Der Beispiel Flug mit Condor geht also von München --> Frankfurt --> St. Lucia --> Barbados (Bridgetown)
von dort aus dann mit einem Inselhüpfer nach St. Vincent.

Rücklflug
Inselhüpfer: St. Vincent -> Barbados und mit Condor dann Barbados (Bridgetown) -> Manchester -> München.

Aber bis auf den Inselhüpfer zeigt einem das die Condor Homepage eh automatisch an.

Hin und Rückflug kosten jeh nach Zeitpunkt zwischen 800€ und 1100€.

http://www.condor.com/de



Inselhüpfher.

Den Weiterflug nach St. Vincent kann man entweder direkt bei LIAT oder über ein Portal (z.B. Check24) buchen. ACHTUNG: viele Portale zeigen zwar freie Flüge an, ob dann aber noch genau der Flug frei ist welchen man sich ausgesucht hat wird einem oft erst bei der eigentlichen Buchung gesagt. Im zweifel also direkt bei check24 etc. anrufen, die helfen dort immer gerne ;)

zwischen Ankunft Barbados und Weiterflug St. Vincent sollten min. 2 Stunden liegen. Das gleiche gilt natürlich auch für den Rückflug.

Der Inselhüpfer (Hin und zurück) kostet zwischen 200€ und 300€





Karte




Hier geht es zu unsren Törns in der Karibik




Montag, 25. August 2014

InmarSat Phone 2


Am Freitag haben wir unser unser InmarSat Phone 2 bekommen.
Vielen Dank an meinen Arbeitgeber Traut Bürokommunikation für das Sponsoring!

Das Satellitentelefon funktioniert mit dem ISatPhone Netzwerk von Inmarsat.
Schnelle Datenübertagungen (2,4 kbit) sind damit zwar nicht möglich aber für Wetter Grip Files sollte es reichen.

Die Nutzungs Preise sind gegenüber zu Iridium wesentlich günstiger, so kostet uns die Minute in alle Fest und Mobilfunk Netze 90 Cent. Eine SMS oder E-Mail kostet 50 Cent und die Minute Internet 1 Euro.
Wir haben gleich 100 Freiminuten dazu genommen.





Das angerufen werden ist für uns kostenlos und ist derzeit für den Anrufenden über Skype am günstigsten (ca. 1.20 € die Minute).

Nachrichten können uns dafür kostenlos über folgende Webseite geschickt werden:
http://connect.inmarsat.com/Services/Land/IsatPhone/SMS/sms.html

Bitte beachten das wir die Nachrichten nur erhalten wenn das Gerät einen Verbindung zum Satelliten aufgebaut hat. Daher im Zweifelsfall uns auch immer noch eine kurze Mail schicken.

Unsere Nummer könnte ihr bei uns per E-Mail erfragen.



Donnerstag, 21. August 2014

Letztes mal gen Osten

Unsere Abschiedsparty ist vorbei und damit auch unser letzter Trip hier an der Costa Tropical. Reliant hat den „maximum upload test“ bestanden. 27 Gäste an Bord haben mit uns den Start zur Weltumsegelung gefeiert. Jetzt gehts noch einmal mit Reliant Richtung Osten für einen letzten Stopp im Hafen von Almerimar. Beim nächsten mal Ablegen wird der Kompass für viele Tausend Meilen W anzeigen.



Auf dem Trip begleitet mich Eddy, unser temporäres 3tes Crewmitglied, Starkoch, Bestsellerautor und Hochseesegler in einer Person. Dem Starkoch Attribut ist´s zu verdanken das es bereits um 9:00 Morgens ein Clubsandwich zu verdrücken gibt das eigentlich für die halbe Atlantiküberquerung gereicht hätte. Und das obwohl wir ja erst seit 8:00 unterwegs sind.



Ein kräftiger Westwind ist angesagt, optimal um rasch die 50 Meilen nach Osten gut zu machen. Und so bläst die Reliant mit 7kn ihrem Ziel entgegen. Die bis zu 25kn achterlichen Wind machens möglich.
Endlich mal wieder Segeln. Nach 10 Tagen Ankern, Feiern, Strand und Trubel, genau das was mein Herz begehrt. Reliants Bug schneidet durch die Wellen, die Genua bläht sich Prall gefüllt, die Sonne scheint durch die Wolken durch, es hat 25ºC im Schatten und kaltes Bier gibts auch noch....kanns noch besser sein?




Und siehe da, wir sind gar nicht so alleine auf dem weiten Meer wie wir uns gedacht haben. Das erste Mal seit mehr als 1000 Meilen spielen mal wieder Delfine mit den Bugwellen der Reliant. Ein faszinierendes Schauspiel das fast 30 Minuten dauert. Flipper und seine Freunde springen teilweise zu zweit und zu dritt synchron mehrere Meter aus dem Wasser. Unsere Kameras klicken um die Wette.



Stunden und einen 1kg schweren Teller mit Pasta á la Eddy später, nähern wir uns der Küste von Almeria. Das Hafenbüro gibt uns über Funk das OK für unseren Stammliegeplatz. Im Hafen bläst leider die gleiche steife Brise aus West und somit steht ein Anlegemanöver bei Querwind an. Aber, hey, nach so einigen verpatzten An und Ablegern kenne ich die Vorlieben unserer Reliant und so gibts einen routinierten Anleger bei dem sich so mancher Bugstrahlruder Besitzer fragen dürfte wozu er selbiges eigentlich braucht, wenns doch auch ohne so schön geht.
Um 18:00 liegt unser Schiff wieder sicher vertäut und wartet auf den nächsten Törn: Gibraltar

Danke an Eddy für die wie immer gut gelaunte und tatkräftige Begleitung und beste kulinarische Versorgung!