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Mittwoch, 30. Juli 2014

1000 Meilen und Cabo Palo! Ein Tripp auf die Balearen

So, das wird mein erster Blogeintrag in Deutsch weil: Unsere deutschen Freunde und Familie das sowieso besser verstehen, unsere spanischen Freunde des Englischen nur sehr sehr begrenzt mächtig sind und unsere englischen Freunde noch auf sich warten lassen :-)

Ende Mai ­gings los. Marc und ich starten mit unserer ­Reliant von Almerimar  Richtung Mallorca. Gleich auf dem Überstellungstörn haben wir einen ersten Gast an Bord der bei uns seine Segeltauglichkeit erproben möchte. Die wird tatsächlich schon kurz nach dem Auslaufen auf eine harte Probe gestellt. Mit bis zu 35kn, immerhin von achtern, bläst es uns in schlappen zwei Tagen bis nach Formentera. Unser Gast hält sich wacker,­Reliant macht das Bischen Wind eh nix aus und der Crew schon gleich 3 Mal nicht. Nach einem Tag vor Anker in der Bucht von La ­Savina und einen 15€ teuren Mojito im ­Beachclub "­Tiburon" ist die Crew entsprechend entspannt und es kann am nächsten Tag weiter gehen mit Ziel Palma de Mallorca.


Diesmal ­gehts mit hartem Amwindkurs weiter doch die 70 Meilen bis nach Palma sind noch am selben Abend geschaft und wir machen am Gastlieger des Real Club Nautico de Palma de Mallorca fest.
Unser Gast checkt am nächsten Morgen aus und für uns gibts ein paar Tage relaxen bis unsere nächsten Gäste eintreffen. Mit Einkaufen, Wäsche waschen, Schiffputzen und Abends Fußball WM schauen vergehn die Tage viel zu schnell.
Dann checkt die "Deusslcrew" bei uns ein und los gehts mit dem Abenteuer. Im wahrsten Sinne des Wortes: Bei kräftigem Seitenwind besteht die Reliant darauf, statt gerade lieber schräg aus der engen Box zu fahren und verhängt sich doch glatt in der Muring des Nachbarschiffes. Naja, soll unseren Gästen ja auch Spass machen so eine Segelreise.  Mit Dinghy und Tauchereinsatz sind wir aber ruck zuck wieder frei und endlich raus aus dem Hafen. Großsegel hoch, Genua raus und mit der Fußreling durchs Wasser gehts unserem ersten Tagesziel entgegen, die Cala Pi


Wir haben Glück und finden einen Ankerplatz in der schmalen Bucht. In türkisfarbigen Wasser über Sandgrund umringt von steilen Felsen liegt die Reliant in einer der schönsten Buchten Mallorcas. Die Crew lässt es sich gut gehen und alle sind super drauf nach dem ersten Segeltag.


Weiter geht die Rute nach Cala Mondragó und Porto Pedro. Eine Bucht schöner als die andere. Abendliche Restaurant Besuche und der anschließende Sund Downer oder besser Moon Riser im Cockpit der Reliant runden den Tag perfekt ab.Viel zu schnell geht der Trip vorbei und unsere Gäste müssen schon wieder auschecken. Nicht ohne vorher noch die eine oder andere Marketing Idee auf den Weg zu bringen. Vielen Dank an alle "Deussl´s" es hat total Spaß gemacht mit euch....Ich hoffe ihr verzeiht mir dieses Foto:


Schiffputzen, Wäschewaschen und einen Megaeinkauf
 für die nächste Woche lassen uns kaum Zeit zum Relaxen. Und schon gehts wieder los mit unserer neuen Crew. Diesmal sind unsere Freundinnen mit dabei und so kommt es das die Zeit noch schneller vergeht. Noch mal die SO Küste von Palma über Cala Pi bis Porto Petro mit Stopps in Cala Santany und Colonia Sant Jordi. Traumbuchten, Sandstrände und glasklares Wasser mit 25ºC machen einfach Spaß!


Tagsüber gibts segeln satt, sehr zum Leidwesen meiner Freundin, das Unwohlsein prägt ihren Tag, dafür umso mehr zur Freude von Crew und Sabine, die einzige Seglerin unter unseren Gästen.
Segeln, Baden, Restaurants und Moon Riser Lösen einander ab und kleinere Plesuren werden direkt mit bewährten Bordmitteln geheilt :-)




Und schon ist es wieder vorbei mit der Segelwoche, unsere Freundinnen und der Rest der Crew checken aus und wir warten auf Marcs Schwester Celine die am nächsten Morgen schon bei uns eincheckt. Einkaufen ist diesmal ein Klacks, sind ja nur zu dritt. So gehts dann auch ganz gemütlich an die SW Küste Mallorcas. Zeitgleich mit der J-Class Regatta vor Palma. Ein beieindruckendes Schauspiel zusammen mit den ­Megayachten in der Bucht von Palma zu segeln


Unsere Rute führt uns diesmal in die Bucht von Santa Ponsa. Celine geht bei "el Torro" Tauchen und erkundet die fantastische Unterwasserwelt in diesem Meeresschutzgebiet. Wir besuchen einstweilen unseren bisherigen Hauptsponsor Markus Deussl und erleben die Deutsche 11 beim WM 1/8 Finale im König von Mallorca in bestem deutschen Ambiente.





Am nächsten Tag entdecken eine neue schöne Traumbucht in der Nähe von Andrax, Nachts komplett einsam und am nächsten Morgen mit Männerspielzeug in der unmittelbaren Nachbarschaft.


Nachts darauf, wir liegen vor Peguera unterbricht ein Gewitter unseren beschaulichen Törn. Aus dem Nichts prügeln plötzlich Böen mit um die 45kn durch die Bucht und lassen die Reliant an der Ankerkette zerren. Schnellstens binden wir die Lasybags und Bimini weg und geben ordentlich Kette. Doch in weniger als 45 Minuten ists auch schon wieder vorbei und Tagsdrauf hat es die üblichen 30º und nur eine leichte Brise.


Der Trip mit Töchterlein geht auch viel zu schnell vorbei. Nach so langer Zeit die wir uns nicht gesehn haben ist eine Woche viel zu kurz!
Und los gehts zum letzten Törn mit Gästen. Kaum ist Celine von Bord kommen Tags drauf Marcs 6 beste Kumpels. Der Törn verspricht lustig zu werden. Das wird er auch! Die ersten zwei Nächte bleiben wir in der Bucht Portals. Herrlicher Strand und felsige Kulisse vom feinsten. Nachts machen sich zwei Gäste auf nach Magaluf und erkunden die Geschäftstüchtigkeit der dort anwesenden Afrikaner...mit Erfolg wie sich rausstellt. Der Rest der Crew übt sich in Kochen für 8 Personen und gemeinsam gehts dran die Spritvorräte zu dezimieren.


Die nächsten Tage verholen wir uns nach Santa Ponsa das sich als englische Partymeile entpuppt. Die Supermärkte füheren in allererster Linie Spirituosen und das Palllettenweise gleich am Eingang. Das lässt ja einiges erahnen für die Nacht. Es kommt zu Bekanntschaften mit neuen total verschnittenen Spirituosen in den früheren Abendstunden und Dinghy Verwechslungen in den frühen Morgenstunden! Fußball beim König, Sonne satt und glasklares Wasser runden die Tage ab.


Die Jungs ­ziehts zum deutschen Partyambiente, von den Engländern auf Palma ist jetzt erst mal genug. So starten wir los und queren die riesige Bucht von Palma um am Abend im Hafen El Arenal fest zu machen. Nachts gehts los zum berühmt berüchtigten "Ballermann" Eine Party wie auf ­der Wiesen nur halt bei 30º in der Nacht. Auch hier gibts wieder Kontakte mit den afrikanischen Jungs, diesmal allerdings weniger freundliche. Ein Krankenhausbesuch beendet vorzeitig die Party. Anscheinend hat mancher Afrikaner das mit der friedlichen und freundlichen Völkerverständigung nicht ganz verstanden...naja weitere Kommentare erspar ich mir hier mal.


Dafür hat der Zoll das mit der Völkerverständigung um so mehr kapiert, vor allem wenns um Steuereinnahmen geht. Tags drauf habe ich doch glatt die erste Zollkontrolle meines Seglerdaseins. Und das ganze 5 Minuten vor dem Auslaufen. Durch unsere US Flagge angezogen kommt der Zollbeamte an Bord wohl in der Hoffnung hier ein Schnäpchen für den spanischen Staat zu machen, von wegen Mwst und ander Steuern zu erheben. Aber da die Reliant ja erst vor wenigen Monaten von Marokko aus in die EU eingereist ist gibts außer seitenweise Dokumente präsentieren nicht viel zu machen. Mit freundlichen Grüßen verabschiedet sich der Zoll und wir können endlich auslaufen um ein letztes Mal in einer kleinen Bucht vor Anker zu gehen.


Dann ist die Woche auch schon wieder vorbei und unsere Jungs checken aus. Super wars und ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder...die Karibik und die Mojitos warten auf uns!!
Für Marc und mich gehts los Richtung Heimathafen Almerimar. Ein letzter großer Schlag. 350 Meilen liegen vor uns und die Windvorherschau ist nicht unbedingt optimal. Leider hat die Vorhersage auch recht. Zumindest was die Richtung betrifft. Es kommt von vorne...aber doppelt so stark wie angesagt. Also gibts ein ständiges Einreffen...nochmal Einreffen...wieder Ausreffen....alles raus....Genua wieder rein und Motor an...und das ganze wieder von vorne. Cabo Palo wird zur Herrausvorderung. Mit Böen bis 35 kn von vorne kreuzen wir stundenlang vor diesem Kap rum bis wir es endlich runden und den Kurs ein bisschen mehr nach W absetzen können.Dennoch schaffen wir die Strecke in knapp 60 Std und machen zwar etwas erschöpft aber happy in Almerimar an unserem Stammplatz fest.
5 Wochen und 1000 Meilen liegen hinter uns. Es wahr ein total geiler Trip!
Und bald gehts auf zum nächsten.....




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