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Mittwoch, 12. November 2014

Sterne, Vulkane und Wellen auf Teneriffa

Seit ende Oktober sind wir nun auf Teneriffa und ich muss sagen die Insel gefällt mir!

Wenn man ein komplettes gegenteil innerhalb von Spanien zu La Linea suchen würde, währe die Antwort wohl Santa Cruz, die Haupstadt von Teneriffa.


Als wir ankamen und ich das erste mal durch Santa Cruz gelaufen bin konnte ich es fast gar nicht glauben wie sauber die Stadt ist, ich hab mich zig mal dabei erwischt wie ich den Müll schon regelrecht gesucht habe. Aber nix, die Stadt und der größte Teil der Insel ist echt in einem erstaunlich sauberen zustand.






Jeder grün-Streifen, jede Palme und jeder Weg sind penibel gepflegt als wenn man hier vor einem englischen Einfamilienhaus Haus stehen würde.









Santa Cruz hat einige wunderbare Parks, die
Leute liegen auf den Wiesen unter Palmen und lesen, während über ihnen die Papageie durch den Park fliegen, und das mitten in der Stadt! Auch merkt man hier das die Leute ein bisschen mehr Bewusstsein für ihre Umwelt mitbringen: Einen Hund hat glaub ich jeder 2te Tinerfeño, so viele wie hier rum laufen, trotzdem schaut hier jeder das die Straßen und Parks sauber bleiben.


Das war in La Linea anders, nur die anzahl der Hunde war gleich.






Nicht nur Urban sondern auch was die Landschaft angeht ist Teneriffa für mich ein traumhafter Spot. Seit dem ich hier angekommen bin hab ich ca. 900 Fotos mit meiner Nikon gemacht. Quasi alle 100 Meter kann man stehen bleiben und man hat jedes mal ein komplett anders Motiv vor den Augen bzw. der Linse.
Zudem bieten die verschiedenen Klimazonen und bis zu 3 verschiedenen Wettersystemen hier auf der Insel eine viel Zahl von unterschiedlichen Vegetationen und unterschiedlichen Landschaftseindrücken. Wenn man durch die Insel reißt ist es quasi so als ob man gleich mehrere Länder durchquert. Nicht umsonst wird Teneriffa auch der "Mini-Kontinent" genannt.



Da Captain Andreas und unser Smutje Eddy für 2 Wochen zurück nach Südspanien geflogen sind um noch mal ein paar letzte Erledigungen vor der Atlantik Überquerung zu machen, hatten Julia, welche mich für die Zeit hier besucht hat, und ich das Schiff für uns alleine :)

Für die Zeit haben wir uns ein Mietwagen genommen, ca. 23 € pro Tag. Man kommt zwar mit dem Busnetz fast überall hin (auch hoch zum Teide) wenn man aber bedenkt das die Tickets für weitere Strecken schon mal 10€ (einfach) kosten und die Dieselpreise dafür unter 1€ sind lohnt sich ein Auto alle mal.






Was man unbedingt gesehen haben muss ist das Teide Gebirge!



Allein die Fahrt in den National Park Teide welcher mehrere Vulkane und unter anderem den höchsten Berg Spaniens den "Pico del Teide" beinhaltet ist atemberaubend. Als Hobby Fotograf durfte natürlich keine freie Parkbucht auf dem Weg ausgelassen werden, sehr zum leiden von Julia ;)







Oben im Teide Gebirge auf ca. 2400m steht eine der bedeutendsten Sternwarten überhaupt, da sie sich über der Wetterzone befindet und die Wolken darunter die Lichtverschmutzung der Städte abhält hat man dort oben eine extrem gute Sicht. So konnte ich es natürlich nicht lassen den Wecker auf 2 Uhr morgens zu stellen und mal in der Nacht hoch ins Gebirge zu fahren. Nur blöd das wir den Wecker nicht gehört haben und somit sind wir doch etwas später oben angekommen als geplant, aber zumindest pünktlich zum Sonnenaufgang.







Das frühe Aufstehen war es definitiv wert, auch wenn es bei 5°C sau kalt war, aber einen Sonnenaufgang "über" den Wolken sollte jeder mal erlebt haben.





Auf dem Teide selbst waren wir letztendlich gar nicht, mit 26€ pro Person ist die Seilbahn zum Teide hoch, doch recht teuer und nachdem wir schon die ganze Landschaft um den Teide herum auf eigene Faust erkundet haben, haben wir uns das Erlebnis für ein andermal aufgehoben.












Den berühmten Drachenbaum welcher angeblich über 1000 Jahre alt sein soll und in Icod de los Vinos im Süden der Insel steht muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt sehen, er ist zwar schon gewaltig groß aber die verlangen dort für den Park 5€ Eintritt und dafür liegt dort mehr Müll rum als in Santa Cruz an der Bushaltestelle. Wenn, kann man ihn auch aus der ferne von der Straße aus sehen (zumindest einen Teil).





Dafür lohnt sich ein Ausflug in den Botanischen Garten "Jardin Botanico", der liegt in der Stadt Puerto de la Cruz auf der Nordseite der Insel. Der Eintritt ist mit 3€ akzeptabel und der Park hat wirklich spektakuläre Bäume und Pflanzen aus aller Welt zu bieten,  ein perfekter Ort für Makro-Fotos ;)










Auch sonst ist Puerto de la Cruz ein hübsches Ort um Abends gemütlich essen zu gehen, wir waren dort unter anderem beim Mexikaner "Poco Loco" welcher ein super Menü im Angebot hatte.

Direkt in der Nähe zu Puerto de la Cruz hat es einen kleinen versteckten Sandstrand "Playa Bollulo", nur mit dem Schwimmen gehen muss man glück haben, meist stehen dort 2-4 Meter hohe Wellen rein und das obwohl draußen die See spiegel glatt ist.









Besser ist da der Strand Playa de Benijo im Norden der Insel, hier hat es zwar die gleichen Wellen, aber zumindest weniger Felsen, hier trifft sich regelmäßig die Surfergemeinschaft zum Wellenreiten. Wer seine Freundin dabei hat und / oder sich sonnen will sollte sich nach der Tide richten, bei High-Tide ist der ganze Strand unterwasser, zum Surfen egal, zum Sonnen schlecht ;)




Hier soll es laut Tripadvisor ein super Restaurant geben, nachdem wir Tagsüber am Sahara Strand "Playa des las Terisitas" waren sind wir abends extra nochmal den Pass bis Benijo gefahren, doch das Restaurant El Mirador Benijo hatte schon zu, haben wohl nur Mittags offen, dafür konnte ich noch ein Paar Fotos bei perfektem Licht von einem der Strände dort machen:








Leider sieht man hier auch sehr deutlich was alles so im Atlantik rum schwimmt und irgendwann angespült wird...









Für die Wind und Kitesurfer bietet El Medano das Paradies, hier hat es wohl ständig Wind. Die Strandpromenade kommt ganz nach Tarifa, Surferladen und Strandbar wechseln sich sozusagen ab. Da wir mal ein bisschen Abwechslung wollten waren wir dort beim Chinesen, günstig und gut!







Kulinarisch hat die Insel echt einiges zu bieten, das beste Restaurant laut Tripadvisor in Santa Cruz ist das "Kazan" ein Japaner. Nach den Besucherbeiträgen von Tripadvisor: "Bester Japaner überhaupt, ich war in meinem Urlaub 10 mal dort" mussten wir den einfach ausprobieren, und das obwohl ich ja so der Fisch Fan bin... Egal, probieren kann man das ja mal, das lokal ist gut besucht, also reservieren ist Pflicht!




Wir wurden nicht enttäuscht! Nach langem suchen und Google Übersetzer hab ich tatsächlich 2 Gerichte ohne Fisch gefunden, letztendlich hat mir aber sogar das Sushi von der Julia besser geschmeckt als meine Hackfleisch Ravioli! Sowas gabs echt noch nicht bei mir ;)
10 mal pro Urlaub können wir uns das aber nicht leisten, der Japaner ist zwar gut aber dafür nicht grade günstig, 90€ Rechnung für 2 Personen, nagut dafür haben wir uns ja den Teide gespart ;D

Das ganze Essen muss ja auch irgendwie verdaut werden und somit haben wir uns auf den Weg zum Barranco del Inferno ("Die Höllenschlucht") gemacht, 3 bis 4 Stunden Wandern laut dem ADAC Reiseführer welchen mir meine Oma mit gegeben hat.
Nachdem wir uns erstmal gründlich verfahren haben konnten wir den Ausgangspunkt schließlich finden.
Das staunen war groß als die Tore zu der Schlucht geschlossen waren... ein kurzes Googeln hat bestätigt das der Wanderweg, früher wohl schwer Touristisch besucht, seit einem tödlichen Unfall vor ein paar Jahren dicht gemacht wurde.



Nach 2 Stunden Autofahrt wollen wir aber nicht so leicht aufgeben, nur weil dort kein Eintritt mehr verlangt wird heißt es ja nicht das die Schlucht nicht mehr existiert. 


Nach ein bisschen erkunden und über den Zaun klettern waren wir dann auch relativ schnell auf dem Wanderweg.
Die Wanderung zur Schlucht an dessen ende ein Wasserfall (der größte aus Teneriffa) warten soll war abenteuerlich und landschaftlich mal wieder ein Highlight. Erst geht es durch eine kahle Wüstenlandschaft vorbei an Eidechsen und Kakten bis man letztendlich geduckt durch einen Urwald kriechen muss.



Der ehemalige Weg war teilweise komplett weg geschwemmt und nur die verbogenen Stahlbrücken und ausgerissenen Bäume können einen ahnen lassen was hier los ist wenn es mal regnet.










Der Wasserfall am ende der Schlucht war dafür naja... als Münchner mit den Alpen und unzähligen Wildwasser-Schluchten vor der Haustür ist man anderes gewohnt ;) 


Aber allein der Weg war es wert!








Den berühmten Lore Parque haben wir bewusst ausgelassen, zwar soll der einzigartig für seine Papageienvielfalt sein, aber Orcas und Delfine in Gefangenschaft zur Unterhaltung unterstützen wir definitiv nicht!


Alle Bilder bzw. die besten aus den 900 ;) stehen bald auch in der Cross Sailing Gallery unter gallery.crosssailing.com zur Verfügung.

Heute kommt der Rest der Cross Sailing Crew zurück und wir sind noch ca. 3 bis 5 Tage auf Teneriffa bevor wir uns auf in die Karibik machen! Der Wind schaut gut aus und die ersten aus dem Hafen hier sind schon aufgebrochen!

22 Tage nur Wasser und Wind stehen vor uns, dazu aber im nächsten Blog Eintrag mehr!




Mittwoch, 29. Oktober 2014

Trip auf die Kanaren Teil 2

Nach langen 5 Tagen bangen ob unser Getriebe noch rechtzeitig fertig wird kommt am Mittwoch der ersehnte Anruf: Es ist repariert und fertig zum Abholen. Noch am selben Abend ist es auch schon wieder eingebaut und ausprobiert, es läuft perfekt. Zur Sicherheit haben wir nochmal einige Getränke und wenige Lebensmittel nachgebunkert und somit sind wir bestens gerüstet um nun endlich auszulaufen. 3 Std nach High Tide in Gibraltar soll der beste Moment sein um die starke Strömung in der Meerenge zu meistern. Das wäre dann 6:30AM. Ein kräftiger Levante ist außerdem angesagt und Zeit haben wir auch keine mehr zu verlieren. Also packen wir's ein zweites Mal!

Im Dunkeln geht's im Zick Zack Kurs um die dicken Pötte rum und schon bald drauf sind wir mit 25kn aus Ost kurz vor Tarifa. Letzte Fotos von Europa werden gemacht und allerletzte Whatsapps verschickt. Ab jetzt geht's in den Atlantik, Endlich!




Der kräftige Levante Wind bleibt uns die nächsten 30 Std treu und ein erstes Etmal von 145NM darf den Logbuch Eintrag zieren.
Eddy verwirklicht sich in der Küche und wenn er nicht Tunfische angelt trinkt er mir das Bier weg   ;-) und löst mich pünktlichst bei den Wachen ab, gefolgt von Marc. 





Die Tage drauf gibt sich der Wind launisch und wir wechseln mehrmals täglich die Segelstellung und immer wieder muss der Motor ran. Marc schafft es nach anfänglichen Schwierigkeiten über unser Sat Telefon aktuelle Wetterdaten herunterzuladen, leider zu einem horrenden Preis wie sich rausstellt. Da müssen wir uns noch was günstigeres ausdenken. Immerhin lassen sich relativ Kostengünstige SMS an unsere daheimgebliebenen absenden und gratis Nachrichten empfangen.



Troz wechselnden Winden kommen wir zügig Vorrang und seit der zweiten Nachtschicht haben wir uns an den 2 Stündigen Wachwechsel gewöhnt. Spektakuläre Sonnenunter- und Aufgänge geben die perfekte Kulisse für unser Hochseeabenteuer. 



Schön ist's! ....Bis der Autopilot in der dritten Nacht ausfällt. Wache gehen und Kurshalten ist leider nicht das gleiche wie Wache gehen und nebenher ein Buch lesen. Es nervt! Mit dem ersten Sonnenlicht schraube ich die Power Unit des Autopiloten auseinander und siehe da, die ist halb voll mit Kondenswasser. Nachdem das alles wieder schön trockengelegt ist funktioniert der Autopilot auch schon wieder....bis es wieder dunkel wird. Dann steigt er wieder aus. Also die nächste Nacht von Hand durch steuern, Wieder im ersten Morgenlicht krieche ich in die enge Backskiste und schraub die Box von neuem auf. Nach dem zerlegen des Steuerrelais sehe ich die verschmorten Schaltkontakte und schon ist klar woran es liegt. Mit Kontaktspray und Q-Tips krieg ich die wieder soweit flott das der Autopilot ohne nochmal zu mucken uns bis nach Teneriffa steuert. Demnächst kommt eine neues Relais rein, ist klar.




Am 5 Tag in der Morgendämmerung kommt Teneriffa in Sicht. Die NO Küste, spektakulär zerklüftet ist in dichte Wolken gehüllt. Passender weise spielen Delfine im Bugwasser, der Wind ist moderat und bläst uns bis Mittags in die Marina Santa Cruz de Tenerife. 750 Meilen und 128 Std später haben wir's geschaft, wir gehen auf ein erstes Bierchen an Land!









Montag, 20. Oktober 2014

Plastik!

Während wir hier weiter in La Linea liegen fällt uns mehr und mehr auf wie dreckig es hier eigentlich ist.
So ziemlich in jeder Ecke des Hafenbeckens schwimmt Müll und Plastik.



Man fragt sich schon ein bisschen das selbst hier, wo der Yacht Hafen quasi den Müll vom Steg raus fischen könnte, nichts gemacht wird...
Kein Wunder also das zwischen dem ganzen Müll auch unzählige tote Tiere schwimmen.


Samstag, 18. Oktober 2014

Trip auf die Kanaren…..Teil 1

Wie geplant sind wir am 5 Oktober in Almerimar gestartet. Schiff bestens ausgerüstet, Lebensmittel, Getränke und Bier J gebunkert das es eigentlich bis über den Atlantik reichen müsste. Doch soweit ist es ja auf dieser ersten Etappe noch gar nicht. Santa Cruz de Tenerife liegt als Ziel an und in Gibraltar ist ein kleiner Zwischenstopp eingeplant zwecks zollfreien Diesel Tanken und unsere Rettungsinsel warten lassen.
Nach 28 Std, leider gegenan kreuzen und mal wieder viel Motoren, sind wir auch schon da. 




Der Felsen empfängt uns mit einem Ankerfeld der anderen Dimension. Hart am Wind segeln wir da quer durch. Die Einfahrt in den engen Hafen „Marina Bay“ ist auch nicht weniger spektakulär. Mit 15kn Wind schiebt es unsere Reliant in die enge Gase. Hoffentlich haben wir die Anweisungen des Marineros richtig verstanden, denn an ein Umdrehen ist hier kaum mehr zu denken und die Boote die hier liegen werden immer kleiner...da sollen wir rein?? Tiefe kaum eine Handbreit mehr als unser Tiefgang ist, na dann! Aber es klappt bestens. Auf Anhieb drehen wir unsere Lady mit dem Hintern in die Box und ruck zuck sind wir festgemacht, dank weisser voraus Online Einklarierung beim Zoll ebenso schnell auch im Hafenbüro fertig.
5 Tage soll unser Aufenthalt hier dauern. Am nächsten Morgen geben wir unsere Rettungsinsel beim Service ab, in 3 Tagen sollte die wieder bei uns an Bord sein. Also los und den Felsen erkunden. Die Mainstreet runter, Spirituosenläden und Parfümtempel lösen einander ab. Uns zieht es dann aber doch recht rasch in eine Pup auf ein erstes Pint...und ein paar mehr. 



Am nächsten Tag buchen wir eine Taxitur auf den Felsen mit Besichtigung der „Herkules Säulen“, der „St. Michael's Cave“, der obligatorischen Affen und des Militärischen Tunelsystems das den halben Felsen zu durchlöchern scheint. Spektakulär ist die Aussicht auf die Strasse von Gibraltar und auf das gegenüberliegende Afrika. Doch damit ist Gibraltar auch schon besichtigt und wir sehnen uns nach dem Auslaufen in den Atlantik.








Pünktlich kommt unsere Rettungsinsle wieder aufs Schiff und damit könnten wir eigentlich am nächsten Tag wie geplant starten. Aber leider bläst es recht kräftig aus West und laut Vorhersage bleibt das auch so die nächsten 5 bis 6 Tage. Damit mussten wir zwar rechnen, haben aber dennoch gehofft das wir ein bisschen bessere Bedingungen haben, zumal die vorhergehend Woche uns mit einem optimalen Windsystem bis auf die Kanaren geblasen hätte. Tja, den Wind können wir nicht ändern, den Hafen schon. Also laufen wir aus und verhohlen uns in die angrenzende  „Marina Alcaidesa“ auf der spanischen Seite. Hier ist der Liegeplatz ein wenig günstiger und der Landgang nicht auf eine „Mainstreet“ beschränkt. In 5 bis 6 Tagen soll der Westwind endlich soweit nachlassen das wir es durch die Meerenge mit seiner Ost setzenden Strömung schaffen müssten. So weit der Plan.
Der unerwartet verlängerte Aufenthalt fällt mit einem spanischen Feiertag zusammen und so komme ich in den Genuss eines Kurzbesuches meiner Freundin, die spontan die 300km von Granada hierher gefahren kommt und einen Tag bei uns am Bord bleibt. So hat doch alles auch wieder was Gutes!
Mit Schatzis Auto fahren wir Tag‘s drauf nach Tarifa und kommen endlich mal aus dem Schatten des Felsens von Gibrlatar raus und in den Genuss von Surfer Ambiente in Tarifas Altstadt, wenn auch im Regen.





Der Crew tut es gut, ständig auf dem Schiff im Hafen sitzen ist ja nicht das was wir uns vorgestellt hatten. Unser Star Autor Eddy nützt zwar die Zeit für die Überarbeitung seines nächsten Thrillers, Marc und ich lesen und beschäftigen uns mit kleineren Ausbesserungsarbeiten auf dem Schiff aber so langsam wird es wirklich Zeit das wir los kommen!
Am 15ten packen wir's endlich. Der Wind ist zwar immer noch nicht optimal, soll aber in den nächsten 5 Tagen auch nicht besser werden. Mit Motorunterstützung sollten wir schon durch die Meerenge kommen. Nach Tanger wird dann alles besser....dachten wir.
So kreuzen wir möglichst hoch am Wind gegenan und kommen Anfangs auch recht flot vorran. Doch nach einigen Stunden macht uns die kombination aus Westwind und Ostströmung immer mehr zu schaffen und so schalten wir den Motor dazu. 


Nach einer weiteren Weile sagt uns das GPS das wir uns pracktisch nicht von der Stelle rühren! Na so was. Eigentlich sind wir zeitlich in der Phase der ablaufenden Tide und damit sollte die Ostströmung zum grössten Teil kompensiert sein. Das müsste unser Motor also schon schaffen da ein paar Knötchen gegenan rauszuholen, zumal die Segel auch noch mittragen wenn auch mit immer weniger Wind. Ein Blick in den Maschienenraum lässt übles ahnen. Die Bilge ist mit Hydrauliköl geflutet, der Motor dreht aber die Schraube leider nicht. Der Schaden ist rasch gefunden. Ein Hydraulikschlauch zum Ölkühler ist geplatzt. Während Marc und Eddy uns von der nun doch verdammt nahen Küste freisegeln mache ich mich an den Austausch des Schlauches, Öleinfüllen, Probelauf und weiter gehts. Aber irgendwie haben wir immer noch keine richtige Power auf der Schraube. Nach mehreren Tests steht fest: das Getriebe hat anscheinenend durch den Ölmangel Schaden genommen. Was ein Frust! Uns bleibt doch tatsächlich nichts anders übrig als wieder in den Hafen zurück zu segeln. Am Abend liegen wir also wieder am gleichen Liegeplatz und sind alle drei entsprechend frustriert.





Am nächsten Morgen baue ich das Getriebe aus und mittels eines Mietwagens fahren wir das Ding zum Getriebe-Guru in der 200km entfernten Marina „Caleta Velez“. Der kann das auch richten, sagt er, braucht aber Teile und die bekommt er leider vor Montag nicht mehr. Damit sitzen wir also mindestens bis Mittwoch darauf immer noch hier in der Marina fest. Während dessen hat sich hier der best möglichste Wind eingestellt und ein Segler nach dem anderen läuft mit Ziel Kanaren aus unserer Marina aus. Mal sehen was wir dann für ein Wetter nächste Woche bekommen.
Einzigstes Trostpflaster sind die üppigen Bier und Rumvorräte an Bord und die immer wieder aufgesagte Weissheit das es ja doch besser sei den Getriebeschaden jetzt und hier zu haben als mitten auf dem Atlantik, Karibik oder sonst wo. Stimmt natürlich, noch besser wäre es aber gewesen den Schaden noch in Almerimar, unserem Basishafen, gerade mal 120 Meilen von hier weg, gehabt zu haben. Naja....wir Männer nehmen es wie es kommt und hoffen das uns das Bier nicht aus geht ;-)

Teil 2 folgt!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Weltumsegelung... Es geht los!

Sooo.. über 2 Jahre sind mittlerweile vergangen seit dem wir die Idee zu einer Weltumsegelung hatten.
In der Zeit hat sich viel getan:
wir haben ein Schiff gekauft, nach spanien überführt und anschließend über 9 Monate lang restauriert.  Wir haben jede Menge Törns im Mittelmeer unternommen haben viele neue Leute kennengelernt.

Mit unsere Abschiedsfeier im August haben wir uns von Freunden und Bekannten in Südspanien verabschiedet.

Heute haben wir nun unseren Heimat Hafen Almerímar verlassen. Ca. 4 Jahre wird es dauern bis wir dort wieder vor der Kneipe "essencia rock" festmachen.

Unsere erste Etappe führt uns nach Gibraltar wo wir morgen mittag ankommen sollten und dann bis zum 10.10 bleiben, um anschließend nach Teneriffa zu segeln.

Die Cross Sailing Crew mit ihren neuen Deussl Glücksbringern :)

Donnerstag, 25. September 2014

Pressemitteilung zur ersten Etappe

Titel:
Vater und Sohn, 4 Jahre Weltumsegelung
Untertitel:
Erste Etappe: von Südspanien auf die Kleinen Antillen



Text:
Nach 2 ½  Jahren Planung, über 2000 Arbeitsstunden und knapp 5000 Meilen Probe Segeln mit der frisch restaurierten Segelyacht RELIANT, beginnt für Andreas Guggemos und Marc Kimpel, Vater und Sohn, die erste Etappe zur insgesamt 4 Jahre dauernden Weltumsegelung. Das ganze Projekt und die Crew stellen sich ausführlich auf ihrer Webseite vor: http://www.crosssailing.com/de/die_crew

Mittdabei auf den langen Strecken, Atlantik und Ozean Überquerungen ist der langjährige Freund der beiden, Eduard Freundlinger. Der Hauptberufliche Krimiautor unterstützt die beiden mit seinen Kochkünsten und Seetauglichkeit auch bei schwerstem Wetter. Gleichzeitig könnte ihm die Reise als Inspiration zu einem weiterem Thriller verhelfen.

Ziel der Reise ist unter anderem die Fotodokumentation der faszinierenden Naturschauschpiele wie sie es nur auf den Meeren und Ozeanen geben kann. Im krassen Gegensatz dazu sollen Fotos entstehen die von der immer stärker werdenden Meeresverschmutzung zeugen. Dieser Gegensatz von Naturschönheit und Naturzerstörung soll möglichst viele Menschen erreichen und für diese Problematik sensibilisieren.
Das Projekt wird von zahlreichen Sponsoren begleitet und Teil finanziert: http://www.crosssailing.com/de/sponsoren

Der offizielle Startschuss erfolgte am 15/08/2014 in Almuñecar in Südspanien gelegen. Familien, Freunde und Bekannte feierten zusammen mit den Abenteurern auf der RELIANT Abschied. Das nächtliche Feuerwerk das anlässlich eines spanischen Nationalfeiertag jeden 15ten August am Strand von Almuñecar stattfindet gab die passende Atmosphäre für diesen lang ersehnten Augenblick.
Nun geht es weiter zum nächsten Stopp, geplant am 06/10/2014 in Gibraltar. Hier werden die beiden auf optimale Wetterbedingungen für den Atlantiktrip auf die Kanarischen Inseln abwarten. In den Herbst und Wintermonaten kann genau diese Strecke entlang der Afrikanischen Nordwestküste mit Tiefdruckgebieten überraschen die Starkwind und Sturm mitbringen. Die Strecke von knapp 800 Meilen bis nach Teneriffa sollte bei entsprechenden Windbedingungen in 6 bis 7 Tagen zu meistern sein. Der geplante Zielhafen ist Santa Cruz de Tenerife. Einmal dort angekommen gilt es die Segelyacht auf die Atlantiküberquerung vorzubereiten. Der Topzustand aller Technischen, Segel und Sicherheitsrelevanten Ausrüstungen und nicht zuletzt ein ausgefeilter Speiseplan sind unerlässlich für die Bewältigung der 2800 Meilen langen Strecke. Zirka 22 Tage soll die Überquerung dauern, so lange müssen die Lebensmittel und Wasservorräte mindestens reichen. Der Start zu diesem Törn ist für Anfang November geplant. Damit ist sichergestellt das die in der Karibik bis November dauernde Hurrikanesaison bei Ankunft der Segelyacht bereits beendet ist. 
Anfang Dezember sollte dann das „Land in Sicht“ erklingen und bei der vorrausliegende Insel dürfte es sich um St Lucia in den Kleinen Antillen handeln.
Die nächsten Monate werden Vater und Sohn in diesem Teil der Karibik kreuzen bis die erste Etappe im März zu Ende geht. Die Segelyacht wird dann in einem Hurrikan sicheren Hafen festmachen und die beiden, beladen mit Fotomaterial und unvergesslichen Eindrücken nach Europa zurück fliegen.
Pünktlich zum Ende der nächsten Hurrikansaison, ende 2015 geht es weiter zur 2ten Etappe: durch den Südpazifik!
Für Segel und Natur begeisterte, Abenteurer und Fotografen gibt es die Möglichkeit bestimmte Strecken mitzusegeln. Alle Infos dazu kann man hier erfahren: http://www.crosssailing.com/de/angebote

Kurzbescheibung:

Vater und Sohn segeln um die Welt. Ein 4 Jahres Projekt mit Ziel möglichst viel Fotomaterial von den Ozeanen zu machen um sowohl die Schönheit dieser als auch die zunehmende Umweltverschmutzung zu dokumentieren.

Montag, 22. September 2014

Wie könnt Ihr uns in der Karibik besuchen?

Da mich schon viele gefragt haben, wie sie denn am besten und günstigsten zu uns in die Karibik kommen und wo genau sie hin fliegen müssen hier eine kurze Zusammenfassung inkl. Beispiel Flug.

Grundsätzlich ist es so das wir unsere Törns jeweils von der Inseln St. Vincent aus starten und auch beenden. Nur der "Karnevals Törn" im Februar startet auf St. Vincent und endet dann auf Trinidad.

Da leider kein direkter Flug von Deutschland bzw. Europa auf die relativ kleine Karibikinsel St. Vincent geht, muss auf einer der größeren umgestiegen werden und von dort dann mit einem sogenannten "Inselhüpfer" nach St. Vincent geflogen werden.



Beispiel Flug mit Condor

Start: München
Ziel: Barbados

Condor fliegt von München über Frankfurt nach Barbados.
Je nach Buchungszeit kann der Hinflug aber auch noch über die Insel St. Lucia gehen.
St. Lucia direkt anzufliegen und von dort aus den Inselhüpfer nach St. Vincent zu machen ist nur sinnvoll wenn es deutlich günstiger ist, denn der Rückflug bei Condor geht meist sowieso über Barbados und somit müsste man halt dann beim Rückflug in Barbados umsteigen. Es bleibt sich also gleich. Zudem fliegt Condor zurück meistens über Manchester statt Frankfurt, aber auch das ist ja eigentlich egal wenn man von bzw. nach München fliegt.

Der Beispiel Flug mit Condor geht also von München --> Frankfurt --> St. Lucia --> Barbados (Bridgetown)
von dort aus dann mit einem Inselhüpfer nach St. Vincent.

Rücklflug
Inselhüpfer: St. Vincent -> Barbados und mit Condor dann Barbados (Bridgetown) -> Manchester -> München.

Aber bis auf den Inselhüpfer zeigt einem das die Condor Homepage eh automatisch an.

Hin und Rückflug kosten jeh nach Zeitpunkt zwischen 800€ und 1100€.

http://www.condor.com/de



Inselhüpfher.

Den Weiterflug nach St. Vincent kann man entweder direkt bei LIAT oder über ein Portal (z.B. Check24) buchen. ACHTUNG: viele Portale zeigen zwar freie Flüge an, ob dann aber noch genau der Flug frei ist welchen man sich ausgesucht hat wird einem oft erst bei der eigentlichen Buchung gesagt. Im zweifel also direkt bei check24 etc. anrufen, die helfen dort immer gerne ;)

zwischen Ankunft Barbados und Weiterflug St. Vincent sollten min. 2 Stunden liegen. Das gleiche gilt natürlich auch für den Rückflug.

Der Inselhüpfer (Hin und zurück) kostet zwischen 200€ und 300€





Karte




Hier geht es zu unsren Törns in der Karibik